Viele Jahre war ich verlässlich, leistungsbereit und nach aussen stark. Ich wollte alles im Griff haben, niemanden enttäuschen und machte meinen Wert stark davon abhängig, was ich leistete und wie andere mich sahen.
Dabei merkte ich lange nicht, wie weit ich mich von mir selbst entfernte. Eigene Bedürfnisse, Grenzen und Warnsignale stellte ich zurück. Wenn der Druck zunahm oder meine Kraft nachliess, machte ich nicht weniger. Ich strengte mich noch mehr an, kontrollierte noch stärker und funktionierte weiter.
Irgendwann ging es nicht mehr. Mein Burnout zwang mich zu etwas, das ich vorher kaum konnte: stehen bleiben.
Diese Zeit hat vieles in Frage gestellt, was für mich jahrelang selbstverständlich gewesen war. Warum musste ich immer funktionieren? Warum hing mein Wert so stark an Leistung und Anerkennung? Warum fiel es mir so schwer, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen?
Mit der Zeit wurde mir klar, dass es nicht darum ging, möglichst schnell wieder der Alte und erneut belastbar zu werden. Genau diese Art zu leben hatte mich immer weiter von mir selbst entfernt.
Ich begann, meine Beziehung zu mir selbst grundlegend zu verändern. Ich lernte, meinen Körper ernst zu nehmen, Gedanken nicht automatisch zu glauben, meine Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und meinen eigenen Werten wieder zu vertrauen. Aus Kontrolle wurde Vertrauen. Aus dem ständigen Blick nach aussen entstand eine stärkere Verbindung zu mir selbst.
Deshalb ist das, worüber ich heute als Coach spreche, für mich nicht nur Theorie. Ich kenne diesen Weg aus eigener Erfahrung.